Verein zur Förderung des Ägyptischen Museums e.V.

Ausstellungs-Archiv

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Berlin / Deutschland
kulturGUTerhalten.
Restaurierung archäologischer Schätze an den Staatlichen Museen zu Berlin

27. März bis 1. Juni 2009

Am 22. Februar schließt die Dauerausstellung des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung im Obergeschoss des Alten Museums. An ihre Stelle tritt die Sonderausstellung 'kulturGUTerhalten - Restaurierung archäologischer Schätze an den Staatlichen Museen zu Berlin', die vom 27. März bis 1. Juni 2009 präsentiert wird.

Die Bewahrung archäologischer Schätze ist nicht nur beim Ägyptischen Museum und der Papyrussammlung ein Hauptanliegen. Acht Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin verwalten archäologisches Kulturgut, das - in der Regel für Besucher im Verborgenen - konserviert und restauriert wird. Diesen Prozess sichtbar und nachvollziehbar zu machen, ist das Anliegen dieser Sonderausstellung. Die ägyptische Sammlung wird mit Nofretete inmitten der Bildhauerwerkstatt des Thutmosis den Zentralraum der Nordgalerie weiterhin beherrschen. Dabei steht hier die Präsentation antiker Bildhauer- und Maltechniken im Vordergrund, an anderen Punkten ist die restauratorische Behandlung des - besonders in Ägypten gut erhaltenen - organischen Materials vertreten.

Jedes archäologische Objekt kann eine Geschichte erzählen, die einen kleinen Beitrag dazu leistet, die Vergangenheit besser zu verstehen. Seine Geschichte kann nur sichtbar und erfahrbar gemacht werden, wenn Restauratoren, Geistes- und Naturwissenschaftler gemeinsam an diesem Projekt arbeiten. Die Sonderausstellung kulturGUTerhalten bietet dem Besucher die Möglichkeit, die Museumsfachleute auf der facettenreichen Spurensuche nach der Geschichte archäologischer Objekte zu begleiten.

Die Reise beginnt bei den historischen und aktuellen Grabungsprojekten der Staatlichen Museen, aus denen eine Vielzahl der Exponate stammt. Schon durch die lange Lagerung im Erdreich oder Wasser haben die Gegenstände Schaden genommen. Dieser Verfallsprozess setzt sich im 'modernen' Leben der Objekte fort und kann oft nur bedingt aufgehalten werden. Daher ist eine ständige Auseinandersetzung mit neuen Möglichkeiten und verbesserten Methoden der Restaurierung notwendig. Viele Exponate wurden mehrfach restauriert, leider oft - aus Unkenntnis - zum Schaden der Objekte. Die Restaurierungshistorie ist gerade bei den Staatlichen Museen mit ihrer mehr als 300jährigen Geschichte ein vielfältiges Thema. Restaurierungsethik und wissenschaftlicher Anspruch haben sich in dieser Zeit erheblich gewandelt. Die Objekte spiegeln daher auch einen Teil der Museumsgeschichte wider.

Ein trauriges Kapitel sind die Zerstörungen durch den Zweiten Weltkrieg. Viele Objekte wurden vollständig, zahlreiche teilweise zerstört. Einige haben sich wenigstens in Gipskopien als 'perfekte Originale' erhalten, andere sind nur noch in Fotos dokumentiert. Aber es gibt auch Beispiele für die Wiedergewinnung von Objekten wie die Statuen und Orthostaten aus dem im Nordosten Syriens gelegenen aramäischen Fürstensitz von Tell Halaf zeigen, die in jahrelanger mühevoller Arbeit aus tausenden von Bruchstücken und Kleinstfragmenten wieder zusammengefügt wurden. Erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg werden in der Sonderausstellung restaurierte Teile dem Publikum präsentiert, bevor die gesamte Anlage 2024 in der Archäologischen Promenade im Pergamonmuseum in neuem Glanz wiedererstehen wird.
Da einige Altrestaurierungen schädigend für die Materialsubstanz sind oder den Charakter der Objekte verfälschen, werden diese entrestauriert. Ein Beispiel ist die Kolossalbüste des Tutanchamun, die aufgrund der Ergänzungen lange Zeit für dessen Nachfolger Eje gehalten wurde. Sie steht als dezentrales Ausstellungsobjekt in der Eingangshalle der KPMG.

Die im Vorfeld einer Restaurierung angewandten naturwissenschaftlichen Untersuchungen ermöglichen, der antiken Technologie auf die Spur zu kommen. Deren Kenntnis erschließt neue Ansätze für die Restaurierung, das fertige 'Produkt' lüftet kulturhistorische Geheimnisse, wie die diffizile Faltung verschiedener Papyrusdokumente, parthische Silberlinge, die sich als Kupfermünzen entpuppten, oder der wieder erweckte Klang eines peruanischen Pfeifgefäßes beweisen. Daher ist das Zusammenspiel aller drei im Hintergrund wirkender Museumsbereiche, naturwissenschaftliche Analyse, seit 120 Jahren beim Rathgen Forschungslabor der Staatlichen Museen angesiedelt, restauratorische und konservatorische Bearbeitung sowie geisteswissenschaftliche Forschung, die Basis der musealen Präsentation und würdig, in den Fokus einer Ausstellung gerückt zu werden.

Adresse:
Altes Museum
Veranstaltung:
Zur Sonderausstellung findet ein internationales Kolloquium zu 'Standards in der Restaurierung und Denkmalpflege' vom 23.-25. April statt.
Anmeldeformuar siehe oben unter 'Links'
 

Zürich / Schweiz
Giacometti, der Ägypter.

27. Februar bis 24. Mai 2009

Vom 27. Februar bis 24. Mai 2009 zeigt das Kunsthaus Zürich Meisterwerke aus dem Ägyptischen Museum Berlin - Büsten von Echnaton und Nofretete, den Würfelhocker des Senemut, den «Grünen Kopf» u.a.m. - zusammen mit Plastiken, Gemälden und Zeichnungen Alberto Giacomettis, dessen Schaffen zutiefst von der altägyptischen Kunst geprägt war.

Die Analogien zwischen dem Werk des bedeutendsten Schweizer Künstlers des 20. Jahrhunderts, Alberto Giacometti (1901-1966), und der altägyptischen Kunst werden zum ersten Mal in einer Ausstellung zur Anschauung gebracht. Dafür wechseln wertvolle Leihgaben aus dem Ägyptischen Museum von Berlin ins Kunsthaus Zürich. Für den Besucher wird überraschend nachvollziehbar, wie Giacometti sich am ägyptischen «Stil» orientiert: in der Konzentration auf das Menschenbild, im Verhältnis von Figur und Raum und der künstlerischen Intention, dem Individuum ewige Gegenwart zu verleihen.

Adresse:
Kunsthaus Zürich
Heim-Platz 1
CH-8001 Zürich
 

Hamm / Deutschland
Altes Ägypten (Be)greifen.

28. September 2008 bis 26. April 2009

Die Ausstellung ist für sehende, sehbehinderte und behinderte Besucher konzipiert. Erklärungstexte gibt es auch in Brailleschrift, Großbuchstaben oder via Audio-Guide.

Adresse:
Gustav-Lübcke-Museum
Neue Bahnhofstraße 9
D - 59065 Hamm
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Überblick

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