Verein zur Förderung des Ägyptischen Museums e.V.

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Berichte chronologisch

Okt 2020: Objekte: Höre! Eine Ohrenstele für Sachmet

Ein beliebter Votivstelentypus des Alten Ägyptens ist die sogenannte Ohrenstele. Wie der Name schon andeutet, weisen die Vertreter dieser Objektgruppe Darstellungen von menschlichen Ohren auf, welche für die Fähigkeit einer Gottheit stehen sollen, die Anrufungen und Bitten der Menschen zu erhören. Die Inschrift der kleinen Holzstele eines Mannes namens Ptah-Hesu nennt die Göttin Sachmet als Adressatin. Die Stele wurde laut Fundinventar des Ausgräbers Ludwig Borchardt im Totentempel des Königs Sahure in Abusir zutage gefördert. Der Fundort weist darauf hin, dass es sich bei der angerufenen Göttin um die lokal verehrte Erscheinungsform der Sachmet des Sahure handelt. Dieser wurde mehr als 1000 Jahre nach Errichtung des ursprünglichen königlichen Tempels ein eigenes Heiligtum in dessen baulichen Überresten angelegt.

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EN

A popular type of votive stela of ancient Egypt is the so-called ear stela. As the name already indicates, the representatives of this group of objects have representations of human ears, which are supposed to stand for the ability of a deity to hear the invocations and requests of people. The inscription on the small wooden stela of a man called Ptah-Hesu names the goddess Sekhmet as the addressee. According to the inventory of the excavator Ludwig Borchardt this stela was unearthed in the mortuary temple of king Sahure in Abusir. The location indicates that the goddess called upon is a locally worshipped manifestation, the so-called Sekhmet of Sahure, for whom a sanctuary was established in the temple's structural remains, more than 1000 years after it's original construction.

Anne Herzberg-Beiersdorf

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