Verein zur Förderung des Ägyptischen Museums e.V.

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Berichte chronologisch

Mai 2018: Ausstellung: LWL-Museum für Archäologie Herne - "Irrtümer & Fälschungen der Archäologie" (23. März bis 9. September 2018)

Das Westfälische Landesmuseum, welches im März 2003 als moderner, kubusförmiger Bau mit Klinkeroptik in Herne eröffnet wurde, zeigt in seinem Sonderausstellungsbereich seit dem 23. März eine beeindruckende Ausstellung zum Thema: spektakuläre Fehlurteile und Fälschungen in der Archäologie.


Der Fokus wird dabei auf Europa, Ägypten und den Nahen Osten gelegt. Über 200 Objekte von 60 Leihgebern veranschaulichen wie mit wissenschaftlicher Methodik und Spürsinn die archäologischen Sachverhalte ergründet und damit zuvor erfolgte Fehlinterpretationen revidiert werden können.
Ein weiterer Aspekt des Ausstellungskonzeptes ist die Inszenierung einer fiktiven Ausgrabung in der Zukunft des Jahres 4022 n. Chr. Diesem humoristischen Ansatz liegt die Publikation des Autors und Grafikers David Macaulay 'Hotel der Mysterien' zugrunde. Es wird damit anschaulich gezeigt, dass auch bei zukünftigen Generationen von Wissenschaftlern Irrungen hinsichtlich Bestimmung und Interpretation von Funden möglich sein werden.
Das Ägyptische Museum und Papyrussammlung Berlin hat für den Ausstellungsbereich 'Altägyptische Kunst' drei Reliefs und ein Fragment einer Statue zu diesem Thema ausgeliehen. Den Aufbau dieser Stücke betreute Frank Marohn vom ÄMP Berlin in enger Zusammenarbeit mit den Kollegen vom LWL.
In der Ausstellung sind jedoch nicht nur Fälschungen zu sehen, sondern natürlich auch hervorragende Originale. Aus dem ÄMP Berlin zum Beispiel das Oberteil einer kleinen Statue aus Quarzdiorit (ÄM 23725), welches die Göttin Mut zeigt.


Das größte der ausgeliehenen Berliner Objekte ist das Kalksteinrelief des Chaemhet (ÄM 22661), eine interessante Fälschung, die den Kunststil der Zeit Amenophis III. exakt nachahmt. Das Relief befindet sich mit einem weiteren außergewöhnlichen, aber ebenfalls als Fälschung entlarvten Relief aus dem August Kestner Museum Hannover in einer gemeinsamen Vitrine.


Die kleinen Nachbildungen zweier Reliefs aus Rosengranit zeigen einen Prinzessinnenkopf der Amarnazeit (ÄM 22600) und eine Darstellung der Nofretete (ÄM 22601).


Der Link zur Ausstellung: http://www.irrtuemer-ausstellung.lwl.org/de/

Frank Marohn Dipl. Museologe (FH) am Ägyptischen Museum und Papyrussammlung zu Berlin

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